Von Frau zu Frau: Pflanzliche Therapie bei Wechselbeschwerden
- nadinestangl
- 24. März
- 1 Min. Lesezeit

DDr. Bettina Wendl ist Frauenärztin
im MEDICENT BADEN
Tel.: 02252 / 9010 DW 485
Mehr als 1 Million Österreicherinnen befinden sich im Alter zwischen 45 und 60 und somit jener Lebensphase, in der die Wechseljahre ein Thema werden - mit teils ernsten Folgen für die Lebensqualität. Zu den häufigsten Problemen gehören Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Stimmungsschwankungen oder gar Depressionen.
Die gute Nachricht: Mittlerweile gibt es zahlreiche pflanzliche Mittel, um effektiv gegenzusteuern. Die bekanntesten und am besten untersuchten Pflanzenstoffe sind die sogenannten Isoflavone (z. B. aus Rotklee oder Soja). Sie stabilisieren die während den Wechseljahren sinkende Hormonspiegel auf natürliche Art und Weise, ohne selbst Hormone zu sein. Sie eignen sich sowohl bei Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Nervösität.
Bei starkem (nächtlichem) Schwitzen ist darüber hinaus der Salbei sinnvoll, der schon seit Jahrhunderten zur Schweißregulierung eingesetzt wird. Er wirkt einerseits auf die Schweißdrüsen selbst und andererseits auf das Temperaturzentrum im Gehirn und sorgt so gleich zweifach für Linderung bei Nachtschweiß.
Für eine nachhaltige Verbesserung der Symptome ist eine Einnahme von drei Monaten empfehlenswert, sodass sich die pflanzlichen Wirkstoffe im Körper anreichern können.
Sind die Wechselbeschwerden eher seelischer Natur (Verstimmung, depressive Phasen) kann darüber hinaus Johanniskraut helfen. Diese traditionsreiche Heilpflanze wirkt sich positiv auf den Gemütszustand aus, indem es den Serotonin-Spiegel (= "Glückshormon") auf natürliche Weise reguliert.
In jedem Fall gilt: Die oben genannten Pflanzen sollten kurmäßig und in ausreichend hoher Dosierung eingenommen werden, um einen spürbaren Effekt zu erzielen.
Fragen Sie in Ihrer Apotheke danach.
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